Atemnot: Wann schweres Atmen ein Warnsignal des Herzens ist
Dr. med. univ. Markus Moser
Letzte Aktualisierung: 19. Dezember 2025
Atemnot – medizinisch Dyspnoe – ist ein häufiges, aber ernstzunehmendes Symptom. Viele Betroffene beschreiben ein Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, Druck auf der Brust oder zunehmende Erschöpfung bei körperlicher Belastung. Solche Beschwerden können harmlos sein, aber auch auf Herz- oder Lungenerkrankungen hinweisen. Eine sorgfältige ärztliche Abklärung ist deshalb sinnvoll.
In der kardiologischen Privatpraxis von Dr. med. univ. Markus Moser (Berlin-Mitte) erfolgt eine präzise, moderne Diagnostik mit Zeit, Ruhe und individueller Betreuung. Bei Bedarf arbeitet Dr. Moser eng mit Fachärzten der Pneumologie zusammen, um Herz- und Lungenerkrankungen zuverlässig voneinander abzugrenzen.
Wie Atemnot entsteht
Atemnot entsteht, wenn das Verhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot aus dem Gleichgewicht gerät. Das kann durch eine verminderte Herzleistung, einen erhöhten Druck im Lungenkreislauf, eine Störung des Gasaustauschs oder eine Fehlregulation der Atemsteuerung verursacht werden.
Akut oder chronisch: Zwei unterschiedliche Warnsignale
Akute Atemnot tritt plötzlich auf und ist immer ein Warnsignal, das sofort ärztlich abgeklärt werden muss. Mögliche Ursachen können unter anderem die nachfolgenden sein:
– Herzinfarkt
– Lungenembolie
– akute Herzschwäche mit Lungenstauung
– schwere Rhythmusstörungen
– allergische Reaktion oder Asthmaanfall
Was ist bei plötzlicher schwerer Atemnot zu tun?
Bei plötzlicher schwerer Atemnot, Brustschmerz, Blässe oder Schwindel sofort Notruf 112 wählen.
Bis Hilfe eintrifft, sollten Betroffene:
– aufrecht sitzen, um die Atmung zu erleichtern
– beengende Kleidung öffnen
– Fenster oder Luftzufuhr öffnen
– ruhig und gleichmäßig atmen
– wenn möglich, nicht allein bleiben
Dr. med. univ. Markus Moser: „Chronische Atemnot entwickelt sich schleichend über Wochen oder Monate und tritt meist unter Belastung auf – etwa beim Treppensteigen oder Gehen bergauf. Hier stehen häufig Herz- oder Lungenerkrankungen im Vordergrund.“
Ursachen: Herz, Lunge oder beide
Die Ursachen für Atemnot können rein aufs Herz bezogen sein, sie können jedoch auch auf Lunge oder auf den Kreislauf zurückzuführen sein. Diese Themen können konkrete Ursachen darstellen:
Herzbezogene Ursachen
– Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
– Koronare Herzkrankheit (KHK)
– Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)
– Herzklappenerkrankungen
– Bluthochdruck
Lungen- und Kreislauferkrankungen
– Asthma bronchiale
– COPD
– Lungenembolie
– Lungenentzündungen oder Pleuraergüsse
– Pneumothorax (Lungenkollaps)
– Blutarmut (Anämie)
Wenn sich Hinweise auf eine primär pulmonale (lungebezogene) Ursache zeigen, erfolgt eine Abklärung in enger Kooperation mit pneumologischen Kollegen hinsichtlich Lungenfunktion, Thoraxdiagnostik, ggf. auch CT.
Vegetativ-psychogene Atemnot: Wenn Stress oder Angst das Atmen beeinflussen
Nicht jede Atemnot hat eine körperliche Ursache. Viele Menschen erleben Luftnot, Engegefühl oder Druck auf der Brust in Stresssituationen, bei Anspannung oder Angst – auch ohne Erkrankung von Herz oder Lunge.
Die Erklärung liegt im vegetativen Nervensystem, das Herz, Kreislauf und Atmung eng mit der seelischen Befindlichkeit verknüpft.
Unter psychischer Belastung aktiviert der Körper den Sympathikus: Puls und Blutdruck steigen, die Atemfrequenz nimmt zu, die Brustmuskulatur spannt sich an. Diese natürliche Stressreaktion kann sich anfühlen, als „würde der Atem stocken“ oder als ließe sich nicht richtig durchatmen – obwohl objektiv genug Sauerstoff vorhanden ist.
Eine Panikattacke kann solche Symptome verstärken oder überhaupt erst auslösen: plötzlich einsetzende, intensive Angst, begleitet von Herzklopfen, Brustenge, Schwindel, Zittern und dem Gefühl, keine Luft zu bekommen.
Physiologisch liegt häufig eine Hyperventilation vor. Durch den beschleunigten Atem sinkt der Kohlendioxidgehalt im Blut, was die Symptome weiter verstärkt (Kribbeln, Benommenheit, Brustdruck). Das Erleben ist real und körperlich unmittelbar spürbar – auch wenn die auslösende Ursache im seelisch-vegetativen Bereich liegt.
Aus psychokardiologischer Sicht ist diese Form der Atemnot keine Fehlwahrnehmung, sondern Ausdruck einer vegetativen Übersteuerung unter emotionaler Belastung.
Gerade Menschen mit vorbestehenden Herzbeschwerden reagieren sensibler: Schon geringfügige Kreislaufveränderungen können alte Ängste reaktivieren und die Atemregulation irritieren. Auch nach einem Herzinfarkt oder bei Rhythmusstörungen ist eine solche Reaktionsbereitschaft häufig.
In der psychokardiologischen Praxis von Dr. Moser wird deshalb nicht nur das Herz untersucht, sondern das Zusammenspiel von vegetativem Nervensystem, emotionaler Verarbeitung und kardialer Funktion betrachtet. Ziel ist es, körperliche Ursachen sicher auszuschließen, die vegetative Dynamik zu verstehen und das Vertrauen in die eigene Atmung und das eigene Herz wiederzuerlangen.
Diagnostik bei Atemnot in der Praxis Dr. Moser
Wir gehen systematisch vor und versuchen Ihre individuelle Situation und die Ursachen Ihrer Atemnot so gut wie möglich zu verstehen. Das ist in der Regel unser Ablauf:
1. Anamnese und ärztliches Gespräch
2. Körperliche Untersuchung
3. Ruhe- und Belastungs-EKG
4. Echokardiographie (Herzultraschall)
5. Labor (BNP-Wert, Blutbild)
6. Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung)
7. Erweiterte Diagnostik (Langzeit-EKG, Spiroergometrie, CT-Thorax, Kardio-MRT, Röntgen-Thorax)
Ziel ist eine präzise Zuordnung der Ursache: Kardial, pulmonal oder auch kombiniert.
Behandlung der Ursachen von Atemnot
Die Therapie richtet sich nach der Diagnose und erfolgt individuell abgestimmt:
- Bei Herzinsuffizienz sind Medikamente, das Flüssigkeitsmanagement und Bewegung wichtig.
- Bei koronarer Herzerkrankung können die medikamentöse Durchblutungsförderung oder auch ein Stent Abhilfe leisten
- Rhythmusstörungen werden medikamentös, mit einer Kardioversion oder Ablation behandelt.
- Bei Klappenerkrankungen wird interventionell oder operativ vorgegangen.
- Wenn eine psychogene Atemnot vorliegt, ist die Atemregulation, vegetatives Training und psychokardiologische Begleitung besonders wichtig.
Empfehlung von Dr. Moser:
„Atemnot ist kein Symptom, das man abwarten sollte. Ob akut oder chronisch – sie kann ein frühes Warnsignal des Herzens sein.“
In der Praxis von Dr. Moser in Berlin-Mitte erhalten Sie eine präzise und ganzheitliche Diagnostik – bei Bedarf in enger Kooperation mit der Pneumologie.

Über den Autor:
Liebe Leserinnen und Leser, mein Name ist Dr. med. univ. Moser und als Kardiologe in Berlin Mitte verfolge ich bei meinen Patientinnen und Patienten einen ganzheitlichen, psychokardiologischen Ansatz. So wird neben körperlichen Aspekten ergründet, ob auch seelische bzw. psychische Faktoren für auftretende Symptome verantwortlich sein könnten. Über einen Klick auf den nachfolgenden Button erhalten Sie weitere Informationen zu meiner psychokardiologischen Praxis.
Jetzt mehr erfahren